Alte Fotos und Kunstwerke lassen sich heute mit Hilfe moderner KI-Technologien in einer Detailtiefe sichtbar machen, die vor wenigen Jahren undenkbar war. Doch jedes Bild erzählt mehr als nur Pixel – es trägt Geschichte, Atmosphäre und Seele.
Photo Upcycling ist keine KI auf Knopfdruck
… sondern eine behutsame Arbeit am schmalen Grat zwischen WOW-Effekt und Authentizität. Die KI liefert Werkzeuge, aber die eigentliche Entscheidung liegt im handwerklichen Feingefühl: Wie viel Schärfe, Retusche,… wie viel Interpretation neuer Details verträgt ein Bild, ohne dass es sich selbst verliert?
Jede hier gezeigte Arbeit ist das Ergebnis von Technik und menschlicher Sorgfalt – mit Respekt für das Original und einem Blick für das, was in ihm weiterlebt.
Zu sehen sind teilweise vergrößerte Ausschnitte. Die eigentlichen Bilder wurden in einer sehr viel höheren Auflösungen gescannt und für hochwertigen Druck aufbereitet.
Das Originalfoto weist eine starke Verblassung sowie ein körniges und unscharfes Erscheinungsbild auf. Die im Hintergrund erkennbare Bahnstrecke steht im Zusammenhang mit der Familie (Angestellte bei der Bahn). Daher wurde der Hintergrund lediglich minimal weichgezeichnet, um die Personen stärker hervorzuheben. Um den Personen mehr Raum zu geben, wurde das Bild links und rechts erweitert. Zusätzlich erfolgte eine KI-gestützte Detailverbesserung des Fotos (inklusive Face Recovery).

Hätte man das Bild nicht einfach mit „einem Klick“ durch eine KI jagen können?
Auf den ersten Blick ja: Das Ergebnis wirkt scharf, farbig, fast wie neu. Doch bei genauerem Hinsehen stimmt vieles nicht – Gesichter sehen teils anders aus, Details werden oft frei erfunden.
So entsteht meist kein authentisch restauriertes Foto, sondern ein Kuckucksei: hübsch, aber nicht die ursprüngliche Erinnerung.
Für hochwertige Drucke reicht die relativ geringe Auflösung solcher 1-Klick-Lösungen zudem nicht aus – dafür braucht es die Qualität eines echten Scans.

Das Porträt „Maria Josepha von Österreich“ (JPEG-Datei von Wikimedia Commons) weist trotz guter Auflösung starke JPEG-Komprimierung und deutliche Verfärbungen auf.
In der Bearbeitung wurden die Artefakte reduziert, das Bild hochskaliert und geschärft, die Farben korrigiert und das unförmige Auge dezent retuschiert.

Das sehr alte Foto, wahrscheinlich aus der Mitte der 1860er Jahre, wurde versuchsweise mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail restauriert, sowohl von Hand als auch mithilfe von KI. Das Ziel war es, das Bild möglichst authentisch erscheinen zu lassen. Einzig das linke Auge, das laut der Lebensgeschichte von Franz Michael Felder von einem betrunkenen Arzt beschädigt wurde, wurde ebenfalls „repariert“.

Es wurden kleine Fehler entfernt und die Körnung reduziert. Die Auflösung und Details wurde mit der Hilfe von KI verbessert. Zusätzlich wurde das Bild händisch koloriert. Quelle: Suzy Hazelwood

Das gescannte Foto wurde für die eine Website zu Hans Florey (hans-florey.at) aufgewertet und mit Hilfe von KI nachgeschärft. Vorab wurden kleine Bildfehler wie Staub und Kratzer entfernt.

Die Fotografie des ursprüngliches Wandgemäldes wurde (händisch) neu eingefärbt – insbesondere der Himmel und das Wasser. Das Bild wurde im Format 75 x 50 cm auf eine Leinwand gedruckt und mit Keilrahmen in einen Schattenfugen-Rahmen platziert, wodurch das Bild zu einem echten Highlight wird.

Was als Spielerei mit KI (ChatGPT) begann, entwickelte sich schnell zu einem eigenen Projekt. Aus einem einfachen Katzenfoto per Smartphone entstand – im Stil von Corot – ein kleines, aber feines Gemälde, ergänzt durch zusätzliche Details und sorgfältige Nachbearbeitung in Photoshop.
Gedruckt auf hochwertigem FineArt-Papier und anschließend gerahmt, wurde daraus ein individuelles Kunstwerk. Kein „KI-Bild auf Knopfdruck“, sondern das Ergebnis mehrerer Stunden kreativer Arbeit.